Aufmaß

Präzise Messung zur Abrechnung und Dokumentation

1. Was versteht man unter Aufmaß?

Das Aufmaß bezeichnet die genaue Messung von erbrachten Leistungen oder verbauten Materialien in einem Projekt, insbesondere im Bauwesen und in handwerklichen Gewerken. Es dient dazu, die tatsächlich ausgeführten Arbeiten quantitativ zu erfassen und ist die Grundlage für die Abrechnung mit dem Auftraggeber sowie für die Dokumentation des Baufortschritts. Das Aufmaß umfasst die Erfassung von Längen, Flächen, Volumen und Stückzahlen und muss präzise und nachvollziehbar erfolgen.

2. Zweck und Bedeutung des Aufmaßes

Das Aufmaß ist aus mehreren Gründen von großer Bedeutung. Es ermöglicht eine faire und transparente Abrechnung der erbrachten Leistungen, da nur das abgerechnet wird, was tatsächlich geleistet wurde. Es dient als Grundlage für Nachträge bei Änderungen oder zusätzlichen Leistungen. Zudem ist das Aufmaß wichtig für die Qualitätssicherung und die Dokumentation des Bauprojekts, da es den tatsächlichen Umfang der Arbeiten festhält. Im Streitfall kann ein korrektes Aufmaß als Beweismittel dienen.

3. Methoden und Arten des Aufmaßes

Es gibt verschiedene Methoden, um ein Aufmaß zu erstellen. Das klassische Aufmaß erfolgt manuell mit Messwerkzeugen wie Zollstock, Maßband oder Nivelliergerät. Dabei werden die Maße vor Ort genommen und in Aufmaßblättern oder -protokollen dokumentiert. Das digitale Aufmaß verwendet elektronische Messgeräte wie Lasermessgeräte und spezielle Software, um die Messungen zu erfassen und direkt digital zu verarbeiten. Je nach Art der Leistung unterscheidet man verschiedene Arten des Aufmaßes, wie beispielsweise das Flächenaufmaß (z.B. für Bodenbeläge), das Volumenaufmaß (z.B. für Erdarbeiten) oder das Stückzahlaufmaß (z.B. für Fenster oder Türen).

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